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Begriff

Nordkurdistan

Nordkurdistan (kurdisch: Bakurê Kurdistanê, kurz: Bakur) bezeichnet die mehrheitlich kurdisch besiedelten Gebiete im Osten und Südosten der heutigen Türkei — darunter die Provinzen Diyarbakır, Van, Hakkari, Şırnak, Mardin und weitere.

Bakur Bakurê Kurdistanê Nordkurdistans

Nordkurdistan (kurdisch: Bakurê Kurdistanê, kurz: Bakur) bezeichnet die mehrheitlich kurdisch besiedelten Gebiete im Osten und Südosten der heutigen Türkei — darunter die Provinzen Diyarbakır, Van, Hakkari, Şırnak, Mardin und weitere.

Die Bezeichnung ist ein politischer Akt: Sie verweigert die türkische Staatsgeografie als alleinigen Bezugsrahmen und setzt eine kurdische Selbstverortung dagegen. Der türkische Staat bezeichnet dieselbe Region als „Südosten der Türkei".

Weltweit leben schätzungsweise 30 bis 45 Millionen Kurdinnen und Kurden — verlässliche Zahlen existieren nicht, da die betroffenen Staaten ethnische Zugehörigkeit nicht oder nur unvollständig erfassen und höhere Zahlen Autonomieansprüche stärken würden. Damit sind die Kurden die größte ethnische Gruppe ohne eigenen Staat. Das Siedlungsgebiet verteilt sich auf vier Staaten: Türkei (Bakur/Nord), Irak (Başûr/Süd), Iran (Rojhilat/Ost), Syrien (Rojava/West). Die heutige Aufteilung geht auf den Vertrag von Lausanne (1923) zurück. In Deutschland lebt mit rund 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen eine der größten kurdischen Diaspora-Gemeinschaften weltweit.