Das Schicht-Modell denkt Systeme nicht als ungeordnetes Ganzes, sondern als Ebenen mit unterschiedlicher Stabilität. Was unten liegt, muss robuster, langsamer und schwerer veränderbar sein als das, was oben experimentiert.
In digitalen Systemen ist das sofort verständlich: Protokolle, Datenmodelle und Identitäten dürfen nicht beliebig von kurzfristigen Anwendungen abhängig sein. Sonst wird jedes System erpressbar durch seine Oberfläche.
Politisch gelesen beschreibt das Modell eine Architektur der Autonomie. Die Grundinfrastruktur einer Gemeinschaft muss so gebaut sein, dass sie nicht bei jeder neuen Führung, Plattform oder Mode neu gekapert werden kann.