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Begriff

Rauschen

Rauschen ist die Überlagerung von Reizen und Informationen, durch die Bedeutung, Bewusstsein und Resonanz verdeckt werden.

Informationsrauschen Reizüberflutung inneres Rauschen

Rauschen bezeichnet eine Überlagerung von Signalen, Reizen und Informationen, die Wahrnehmung erschwert, Bedeutung verwischt und innere Orientierung schwächt. Es ist nicht einfach Lärm, sondern ein Zustand, in dem zu viel auf einmal spricht und dadurch kaum noch etwas wirklich gehört wird.

Rauschen kann äußerlich entstehen: durch Medien, Nachrichten, Werbung, soziale Netzwerke, permanente Erreichbarkeit, Geschwindigkeit und Informationsflutung. Es kann aber auch innerlich auftreten: als Grübeln, Angst, Selbstbeobachtung, Erwartungsdruck oder dauernde gedankliche Zerstreuung.

Im Rauschen verschwindet nicht die Welt. Sie wird überdeckt. Dinge sind weiterhin da, aber sie treten nicht mehr klar hervor. Eindrücke berühren nur kurz, bevor sie vom nächsten Reiz verdrängt werden. Dadurch fehlt Nachhall, und ohne Nachhall wird Erfahrung flach.

Rauschen ist deshalb ein Gegenbegriff zu Klarheit, Bewusstsein und Resonanz. Wo Resonanz ein stimmiges Verhältnis zwischen Mensch und Welt ermöglicht, zerstreut Rauschen die Aufmerksamkeit und unterbricht Antwortfähigkeit. Der Mensch wird nicht leer, sondern überfüllt.