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Begriff

Biophobie

Biophobie bezeichnet die Angst vor dem Lebendigen: vor Körperlichkeit, Unordnung, Verletzlichkeit und Vergänglichkeit. Sie zeigt sich im Wunsch, organisches Leben vollständig kontrollierbar zu machen.

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Biophobie ist keine bloße Abneigung gegen Natur. Sie ist tiefer: eine Abwehr gegen das, was sich nicht restlos planen, speichern, optimieren oder berechnen lässt.

In technokratischen Weltbildern erscheint das Lebendige oft als Risiko. Körper altern, Beziehungen scheitern, Gefühle widersprechen sich, Ökosysteme reagieren unvorhersehbar. Genau diese Offenheit wird dann nicht als Wesensmerkmal des Lebens verstanden, sondern als Mangel.

Der Begriff ist besonders wichtig zur Kritik transhumanistischer Fantasien. Dort wird Erlösung häufig als Flucht aus dem Organischen gedacht: weg vom Fleisch, weg vom Altern, weg vom Tod, hinein in eine sterile Ordnung aus Daten und Kontrolle.