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Begriff

Beschleunigung

Beschleunigung ist die Verdichtung von Zeit, Reizen und Anforderungen, durch die Gegenwart, Bewusstsein und Resonanz überlagert werden.

soziale Beschleunigung Tempo Verdichtung

Beschleunigung bezeichnet die zunehmende Verdichtung von Zeit, Reizen, Erwartungen und Handlungsanforderungen. Immer mehr soll in immer kürzerer Zeit wahrgenommen, entschieden, erledigt, beantwortet und verarbeitet werden.

Sie betrifft nicht nur Technik oder Arbeit, sondern die gesamte Lebensform: Kommunikation wird schneller, Aufmerksamkeit fragmentierter, Entscheidungen kurzfristiger, Beziehungen verfügbarer, Selbstoptimierung dauerhafter. Der Mensch kommt äußerlich voran, verliert aber innerlich oft den Abstand zu dem, was geschieht.

Beschleunigung erzeugt Rauschen, weil Eindrücke einander überholen. Sie erzeugt Betäubung, weil kaum noch etwas nachhallen darf. Und sie schwächt Bewusstsein, weil Gegenwart nicht mehr erlebt, sondern sofort überschrieben wird.

Im beschleunigten Zustand wird Welt vor allem als Aufgabe, Option, Information oder Problem wahrgenommen. Dinge sollen verfügbar sein, Menschen erreichbar, Prozesse effizient, Erfahrungen verwertbar. Dadurch geht nicht notwendig Tiefe verloren, aber der Zugang zu ihr wird erschwert.

Beschleunigung ist deshalb ein Gegenbegriff zu Gegenwärtigkeit, Nachhall und Resonanz. Resonanz braucht Zeit, nicht zwingend viel Zeit, aber einen Moment, der nicht sofort vom nächsten Moment verdrängt wird.